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Grüne DNA – Innovation als treibende Kraft der Klimafinanzierung

Innovation als treibende Kraft der Klimafinanzierung
16. April 2019

Grüne DNA

Innovation als treibende Kraft der Klimafinanzierung

Sachin Vankalas

Sachin Vankalas ist Direktor für Verwaltung und Nachhaltigkeit bei LuxFLAG und leitet die Analyseprozesse der nachhaltigen Investmentfonds. Er verfügt über eine weitreichende Expertise in nachhaltigen Finanzthemen wie ESG, Klimafinanzierung und Mikrofinanz, zudem sitzt er in Verwaltungsräten mehrerer Organisationen, die im nachhaltigen Finanzmilieu aktiv sind. Sachin Vankalas besitzt einen Masterabschluss in Banking and Finance der Luxembourg School of Finance.

Julie Didier

Julie Didier ist Head of Marketing & Communication bei LuxFLAG. Sie ist verantwortlich für die Planung, Entwicklung und Implementierung der Marketing- und Kommunikationsaktivitäten und betreut Unternehmensveranstaltungen, die sich der Förderung nachhaltiger Finanzen widmen. Julia Didier besitzt einen Abschluss in Marketing und Kommunikation der Universität St. Gallen.

Wie investieren nach 10 Jahren Hausse in 2019?

Aktien-, Immobilien- und Rentenmärkte sind über zehn Jahre hinweg stetig gestiegen und haben ungeahnte Höhen erklommen. Für den Anleger stellen sich zwei entscheidende Fragen, die aktuell im Fokus der Fondsgipfel Roadshow stehen: „Wie investieren nach 10 Jahren Hausse in 2019?“ und „Sind...
1. April 2019

Wie investieren nach 10 Jahren Hausse in 2019?

Aktien-, Immobilien- und Rentenmärkte sind über zehn Jahre hinweg stetig gestiegen und haben ungeahnte Höhen erklommen. Für den Anleger stellen sich zwei entscheidende Fragen, die aktuell im Fokus der Fondsgipfel Roadshow stehen: „Wie investieren nach 10 Jahren Hausse in 2019?“ und „Sind Aktien weiterhin alternativlos?“

Endrit Çela

Endrit Çela ist Relationship Manager der Shareholder Value Management AG. Seine frühe Kindheit verbrachte er in Albanien. Gemeinsam mit seiner Familie wanderte er im Alter von neun Jahren nach Michigan, USA aus und beendete dort seine sportliche und schulische Laufbahn. Seit elf Jahren lebt er in Deutschland. Hier absolvierte er sein Studium der Politikwissenschaften und wagte den erfolgreichen Quereinstieg in die Investmentwelt.

Über die richtige Erwartungshaltung bei Nachhaltigkeitsfonds

Nachhaltige Geldanlagen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit – dennoch herrscht Aufklärungsbedarf, finden sich doch immer wieder auch Unternehmen mit Kontroversen und Hinweisen auf zweifelhafte Geschäftspraktiken.
25. März 2019

Über die richtige Erwartungshaltung bei Nachhaltigkeitsfonds - Was diese leisten und nicht leisten (können)

Nachhaltige Geldanlagen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit – dennoch herrscht Aufklärungsbedarf, finden sich doch immer wieder auch Unternehmen mit Kontroversen und Hinweisen auf zweifelhafte Geschäftspraktiken.

Roland Kölsch

Roland Kölsch (Jahrgang 1974, Diplom-Betriebswirt FH) ist seit Januar 2017 Geschäftsführer der Qualitätssicherungsgesellschaft Nachhaltiger Geldanlagen (GNG), die u.a. das FNG-Siegel verantwortet. Sie trägt durch die Zertifizierung von Finanzprodukten, durch Gutachten sowie die Entwicklung von Standards und Dienstleistungen zur Qualitätssicherung nachhaltiger Investments bei. Zuvor war Kölsch selbst als konventioneller und SRI-Portfoliomanager tätig (u.a. bei Deutsche Asset Management und Dexia Asset Management), hielt Vorlesungen über das Thema und leitete das Asset Management einer Schweizer Nachhaltigkeitsbank.

Einheitliche Kriterien schaffen Vertrauen bei den Anlegern

Der Markt nachhaltiger Geldanlagen boomt nicht nur in Deutschland, sondern rund um den Globus. Vor allem institutionelle Investoren achten immer mehr darauf, dass ihre Engagements strengen nachhaltigen Kriterien gerecht werden.
1. März 2019

Einheitliche Kriterien schaffen Vertrauen bei den Anlegern

Der Markt nachhaltiger Geldanlagen boomt nicht nur in Deutschland, sondern rund um den Globus. Vor allem institutionelle Investoren achten immer mehr darauf, dass ihre Engagements strengen nachhaltigen Kriterien gerecht werden.

Thomas Hellener

Thomas Hellener ist Vorstand der VSP Financial Services AG und seit Juni 2013 Geschäftsführer der PRIMA Fonds Service GmbH. Diese ist eine unabhängige Investment-Boutique für innovative und qualitativ hochwertige Investmentfonds. Die PRIMA-Fonds werden von externen Vermögensverwaltern und Fondsmanagern gemanagt, die über eine langjährige Expertise in ihren jeweiligen Schwerpunktbereichen verfügen, wie zum Beispiel Dr. Hendrik Leber, ACATIS Investment KVG mbH (Fondsmanager des PRIMA – Global Challenges, WKN: A0JMLV) oder Frank Fischer, Shareholder Value Management AG (Fondsmanager des PRIMA – Globale Werte, WKN: A0D9KC).

Nachgefragt … diesmal: FINANZ’19 in Zürich

Die größte Schweizer Finanzmesse öffnet am 22. und 23. Januar 2019 in Zürich ihre Türen für über 90 ausstellende Unternehmen und stellt somit einen neuen Ausstellerrekord auf. Sie dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen. Unter den Referenten ist unter...
14. Dezember 2018

Nachgefragt … diesmal: FINANZ’19 in Zürich

Die größte Schweizer Finanzmesse öffnet am 22. und 23. Januar 2019 in Zürich ihre Türen für über 90 ausstellende Unternehmen und stellt somit einen neuen Ausstellerrekord auf. Sie dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen. Unter den Referenten ist unter anderem auch der frühere britische Premierminister Gordon Brown.

Sonja Becker

Sonja Becker ist im Bereich Relationship Management Coordination bei Hauck & Aufhäuser Fund Services S.A. tätig. In dieser Position unterstützt sie die Kundenbetreuung bei Projekten, Veranstaltungen, Messeauftritten und weiteren Vertriebsthemen. Zudem ist sie verantwortlich für die FondsTrends Plattform, koordiniert die Veröffentlichung der Beiträge und ist Ansprechpartnerin für Autoren. Die Europasekretärin mit einem Bachelor Professional of Business CCI Abschluss verfügt über 12 Jahre Erfahrung am Finanzplatz Luxemburg.

„Nachhaltigkeit wird Mainstream“

Ein wesentlicher Fondstrend der vergangenen zwei Jahre ist das Thema ESG. Nachhaltiges Investieren gewinnt durch politische Förderung und verändertes Investorenverhalten immer mehr an Bedeutung. Am 29. November 2018 wurde auf dem Frankfurter Römerberg zum vierten Mal das FNG-Siegel an nachhaltige...
3. Dezember 2018

„Nachhaltigkeit wird Mainstream“

Ein wesentlicher Fondstrend der vergangenen zwei Jahre ist das Thema ESG. Nachhaltiges Investieren gewinnt durch politische Förderung und verändertes Investorenverhalten immer mehr an Bedeutung. Am 29. November 2018 wurde auf dem Frankfurter Römerberg zum vierten Mal das FNG-Siegel an nachhaltige Investmentfonds vergeben.

Lothar Antz

Lothar Antz (Jahrgang 1963) ist Geschäftsführer der Ökorenta Luxemburg GmbH. Zu Beginn seiner Karriere war er zehn Jahre im genossenschaftlichen Bereich in Luxemburg tätig, unter anderem bei Union Investment und als Geschäftsführer bei attrax. Danach leitete er für 3 Jahre den Vertrieb der Dexia Assetmanagement in Deutschland. Daraufhin war Lothar Antz für fünf Jahre Geschäftsführer bei GIP Invest und anschließend fünf Jahre geschäftsführender Gesellschafter bei Bonafide Invest Luxemburg. Seit drei Jahren ist er für Ökorenta Luxemburg tätig.

Roland Kölsch

Roland Kölsch (Jahrgang 1974, Diplom-Betriebswirt FH) ist seit Januar 2017 Geschäftsführer der Qualitätssicherungsgesellschaft Nachhaltiger Geldanlagen (GNG), die u.a. das FNG-Siegel verantwortet. Sie trägt durch die Zertifizierung von Finanzprodukten, durch Gutachten sowie die Entwicklung von Standards und Dienstleistungen zur Qualitätssicherung nachhaltiger Investments bei. Zuvor war Kölsch selbst als konventioneller und SRI-Portfoliomanager tätig (u.a. bei Deutsche Asset Management und Dexia Asset Management), hielt Vorlesungen über das Thema und leitete das Asset Management einer Schweizer Nachhaltigkeitsbank.

Der nordische Weg bei der Geldanlage

FondsTrends im Austausch mit den Portfolio- und Business Development-Managern der fünf ausrichtenden Fondsgesellschaften des Nordic Investment Managers Forum (NIMF) über neue Ideen und Erfahrungen.
17. Oktober 2018

Der nordische Weg bei der Geldanlage

FondsTrends im Austausch mit den Portfolio- und Business Development-Managern der fünf ausrichtenden Fondsgesellschaften des Nordic Investment Managers Forum (NIMF) über neue Ideen und Erfahrungen.

Sonja Becker

Sonja Becker ist im Bereich Relationship Management Coordination bei Hauck & Aufhäuser Fund Services S.A. tätig. In dieser Position unterstützt sie die Kundenbetreuung bei Projekten, Veranstaltungen, Messeauftritten und weiteren Vertriebsthemen. Zudem ist sie verantwortlich für die FondsTrends Plattform, koordiniert die Veröffentlichung der Beiträge und ist Ansprechpartnerin für Autoren. Die Europasekretärin mit einem Bachelor Professional of Business CCI Abschluss verfügt über 12 Jahre Erfahrung am Finanzplatz Luxemburg.

„Wir nennen das, was wir machen, ‚Infondsmation‘.“

Einer der bekanntesten Fondsexperten in Deutschland ist Björn Drescher. Er gründete 1997 die auf Finanzinformationen fokussierte Drescher & Cie GmbH (mittlerweile Drescher & Cie AG) und initiierte den Fondsbrief „Fonds Scout“ sowie ein Jahr später den Fondsbrief „Fonds im Visier“.
4. Oktober 2018

„Wir nennen das, was wir machen, ‚Infondsmation‘.“

Einer der bekanntesten Fondsexperten in Deutschland ist Björn Drescher. Er gründete 1997 die auf Finanzinformationen fokussierte Drescher & Cie GmbH (mittlerweile Drescher & Cie AG) und initiierte den Fondsbrief „Fonds Scout“ sowie ein Jahr später den Fondsbrief „Fonds im Visier“.

Björn Drescher

Björn Drescher (*1970) studierte nach einer militärischen Laufbahn mit Ernennung zum Reserve-Offizier BWL in Köln und absolvierte eine Ausbildung zum Finanzwirt. Er ist seit mehr als 25 Jahren selbst Fondsinvestor, Branchenbeobachter und Unternehmer. Als Geschäftsführer der in Köln ansässigen Drescher & Cie AG verlegt er unter anderem den Börsenbrief „Fonds Scout“, betreibt den Blog „Fondsgedanken“ und rief das Online-Portal „Die Fondsplattform“ ins Leben. Er gehört als Mitglied diverser Vorstände, Aufsichts- und Beiräte, aber auch als Berater, Referent, Autor und Kolumnist zu den vielseitigsten und gefragtesten Kennern der deutschen Investmentbranche.

Emerging Markets – Wenn Sie Wachstum mögen, kaufen Sie Value

Schwellenländeraktien haben seit Anfang 2016 Hochkonjunktur, mittel- bis langfristige Treiber bleiben weiterhin intakt – und das Universum bietet noch mehr Value für diejenigen, die bereit sind, zu selektieren.
22. Mai 2018

Emerging Markets – Wenn Sie Wachstum mögen, kaufen Sie Value

Schwellenländeraktien haben seit Anfang 2016 Hochkonjunktur, mittel- bis langfristige Treiber bleiben weiterhin intakt – und das Universum bietet noch mehr Value für diejenigen, die bereit sind, zu selektieren.

David Orr

David Orr wurde 1977 in England geboren. 2007 kam er als Equity Analyst zur Sparinvest und wurde 2009 zum Portfolio Manager befördert. Seit 2012 ist er Senior Portfolio Manager und ist Mitglied des Anlageausschusses, der die Entwicklung und Implementierung einer verantwortungsbewussten Investment Policy der Sparinvest fördert. Bevor er zu Sparinvest kam, war Orr bei Daiwa Securities in London, wo er im Bereich Equity Sales für Japan tätig war. Vorher arbeitete er in Japan, hauptsächlich für die lokale Regierung. Orr verfügt über einen B.A. der Oxford Universität in englischem und französischem Recht sowie einen M.A. in Advanced Japan Studies der Sheffield Universität.

Jesper Schmidt

2013 kam Jesper Schmidt zur Sparinvest ins Sales Team. Als Regional Director ist er verantwortlich für Institutional Sales in Deutschland. Bevor er zu Sparinvest kam, arbeitete er sieben Jahre für einen anderen Asset Manager, bei dem er die Einführung des Middle Offices begleitete und später in den Bereich Institutional Sales wechselte. Er startete seine Karriere in der Finanzbranche 1995 und besitzt einen Master in Banking & Finance von der Luxembourg School of Finance.

Mikkel Strørup

Mikkel Strørup kam 2013 zur Sparinvest. Seit 2015 ist er als Regional Director mit verantwortlich für den internationalen Fondsvertrieb, insbesondere für die institutionellen Kunden in Luxemburg, der Schweiz, Großbritannien und Asien. Mikkel kommt aus dem Handels-, Ausbildungs- und Tourismussektor und hat in Luxemburg, Dänemark und Spanien gearbeitet. Hauptsächlich tätig war er in China, für dessen Sprache, Kultur und Wirtschaft er sich besonders interessiert. Mikkel spricht zehn Sprachen und ist seit 2011 im Finanzsektor tätig. Kommunikation und Kundenbetreuung liegen ihm besonders am Herzen, was u.a. seiner Ausbildung in Sozialwissenschaften geschuldet ist.

Schreiben der BaFin: Tätigkeit der KVG oder der extern verwalteten AIF-Investmentgesellschaft?

27. Februar 2017

Auslegungsschreiben der BaFin: Tätigkeit der KVG oder der extern verwalteten AIF- Investmentgesellschaft

Am 03.02.2017 hat die BaFin unter dem Geschäftszeichen WA 41-Wp 2100-2016/0001 ein Auslegungsschreiben zu den Tätigkeiten einer Kapitalverwaltungsgesellschaft und der von ihr extern verwalteten AIF-Investmentgesellschaft („Auslegungsschreiben“) zur Konsultation gestellt. Während die Verwaltung eines Sondervermögens mangels Rechtspersönlichkeit stets einer KVG obliegt, kann sich eine Investmentgesellschaft auch selbst verwalten.

Zuvorderst geht es in dem Auslegungsschreiben allerdings um die Frage, welche Geschäfte die KVG in eigenem Namen und welche in fremdem Namen, also im Namen der Investmentgesellschaft, abschließt. Die kollektive Vermögensverwaltung sei originäre Aufgabe der extern verwaltenden Kapitalverwaltungsgesellschaft, die ihr durch den Fremdverwaltungsvertrag übertragen werde. Anhand von Beispielen legt die BaFin dar, welche Geschäfte die KVG in eigenem Namen und welche im Namen der AIF-Investmentgesellschaft vornimmt.

Die Folge der Geschäfte der KVG in eigenem Namen ist, dass nur die KVG rechtlich verpflichtet wird und etwa entstehende Kosten entweder im Rahmen der Verwaltungsgebühr miteinpreist oder als Aufwendungen gegenüber dem AIF geltend macht. Handelt die KVG im Namen der Investmentgesellschaft, so wird die Investmentgesellschaft direkt verpflichtet und trägt grundsätzlich die Kosten des etwaigen Rechtsgeschäfts.

Die BaFin vertritt die Ansicht, es bestehe keine Notwendigkeit, eine Investmentgesellschaft trotz eigener Rechtspersönlichkeit anders zu behandeln als ein Sondervermögen (für welches immer die KVG in eigenem Namen handeln muss). Was das Portfoliomanagement des AIF angeht, so konstatiert die BaFin, dass das „ob“ und das „wie“ der Investitionsentscheidung stets bei der KVG liege, da dies den Kernbereich des Portfoliomanagements ausmache. Der Erwerb, die Veräußerung oder die Belastung sei als reine Ausführungshandlung immer Annex des Portfoliomanagements und werde zur Vermeidung ansonsten weiterer notwendiger (Zwischen-)Schritte stets von der KVG im Namen der AIF-Investmentgesellschaft wahrgenommen.

Administrative Tätigkeiten betreffend, ist die BaFin überdies der Ansicht, dass das Facility Management, gleichsam aber auch der Vertrieb, ebenso originäre Teile der kollektiven Vermögensverwaltung seien und mithin der KVG obliegen und folglich Rechtsgeschäfte solcher Art stets von der KVG in eigenem Namen abzuschließen seien.

Rückauslagerung nicht möglich

Eine mögliche Rücklagerung (zur Gänze/teilweise) auf die Investmentgesellschaft soll, so die BaFin, aus haftungsrechtlichen Gesichtspunkten nicht – auch nicht in Teilen – möglich sein.

Eine Gleichbehandlung von Sondervermögen und Investmentgesellschaften ist in vielen Fällen nicht sachgerecht und führt in der Folge zu Friktionen. Die Geltendmachung eines Aufwendungsersatzanspruchs bei einem verwaltenden Sondervermögen ist in praxi handhabbar. Was aber nun, wenn Kontoinhaber und Eigentümer der von der Investmentgesellschaft im Bestand gehaltenen Assets auseinanderfällt? Die KVG muss schlichtweg mit ihrem eigenen Vermögen in Vorleistung treten, was kaum durchführbar sein dürfte. Bis zur Geltendmachung und Durchsetzung des Aufwendungsersatzanspruchs liegt das gesamte Risiko somit bei der KVG. Praktisch vor Augen führen kann man sich den Fall, dass die KVG, die nach der BaFin verantwortlich für das Facility Management ist, eine neue Rolltreppe in einer Immobilie installieren (lassen) muss. Hierfür wäre sie nicht nur Vertragspartnerin sondern auch vorleistungspflichtig. Unter dem Gesichtspunkt des Anlegerschutzes ist es zudem unvorteilhaft, dass die KVG solche Verträge mangels Kapitalkraft und Sicherheiten nicht zu den besten Konditionen verhandeln kann.

In diesem Zusammenhang sei der weitere unglückliche Umstand angeführt, dass – dem Auslegungsschreiben strikt folgend – in Mehrparteienkonstellationen (z. B. Sicherheitenbestellung etc.) ein Auseinanderfallen von Schuldner und Eigentümer unumgänglich ist, was zu weiteren Friktionen und Irritationen bei der Gestaltung insbesondere etwaiger Abtretungsverträge führen dürfte. Überdies werden die steuerlichen Implikationen gänzlich außer Acht gelassen, doch auch hier bestehen Diskrepanzen, je nachdem ob die KVG ein Sondervermögen verwaltet oder aber eine Investmentgesellschaft.

Unerwähnt lässt die BaFin, dass sich bereits das Oberlandesgericht München zum zivilrechtlichen Verhältnis zwischen Investmentgesellschaft und extern verwaltender KVG geäußert hat – auch die Beauftragung einer extern verwaltenden KVG lasse die Organstruktur, was auch die gesetzliche Vertretung der Investmentgesellschaft umfasse, gänzlich unberührt. Es bleibt abzuwarten, ob durch den Konsultationsprozess die BaFin ihre These, Investmentgesellschaften seien wie Sondervermögen zu behandeln, überdenkt. Anhaltspunkte im KAGB, dass der Gesetzgeber eine Gleichbehandlung beider Möglichkeiten vorsah, finden sich nicht.

In Luxemburg wird ebenfalls unterschieden zwischen Investmentfonds ohne eigene Rechtspersönlichkeit und Investmentgesellschaften mit eigener Rechtspersönlichkeit. Investmentfonds ohne eigene Rechtspersönlichkeit können ausschließlich durch eine Verwaltungsgesellschaft („VG“) bzw. durch einen AIFM agieren. Hierzu muss ein entsprechender Fremdverwaltungsvertrag zwischen der Investmentgesellschaft und der VG bzw. dem AIFM abgeschlossen werden. Darüber hinaus müssen die entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen unter welchen eine VG bzw. ein AIFM agieren darf, vorliegen. Diese finden sich in den einschlägigen luxemburgischen Gesetzen, wie dem Gesetz vom 17. Dezember 2010 („OGAW-Gesetz“), dem Gesetz vom 13. Februar 2007 („SIF-Gesetz“) sowie dem Gesetz vom 12. Juli 2013 („AIFM-Gesetz“) und den jeweils dazugehörenden Richtlinien und Rundschreiben der luxemburgischen Finanzaufsichtsbehörde, der CSSF.

Hiernach können Investmentgesellschaften zwar von einer VG bzw. einem AIFM fremdverwaltet werden, gemäß dem luxemburgischen Gesetz über Handelsgesellschaften, dem Gesetz vom 10. August 1915, verbleibt die gesellschaftsrechtliche Ausgestaltung demgegenüber jedoch bei der Gesellschaft selbst, welche wiederrum durch ihre Organe (Verwaltungsrat, Aufsichtsrat oder Geschäftsführung) nach außen vertreten wird.

Die BaFin stellt hinsichtlich des Begriffes der kollektiven Vermögensverwaltung auf § 1 Abs. 19 Nr. 24 KAGB ab. Dies entspricht den in Luxemburg geltenden Regelungen in Art. 5 Abs. 2 i.V.m. Anhang 1 AIFM-Gesetz sowie Art. 101 Abs. 2 i.V.m. Anhang II OGAW-Gesetz. Gemäß dieser Vorschriften ist eine VG bzw. ein AIFM verpflichtet, die Portfolioverwaltung und das Risikomanagement im Rahmen der Verwaltung einer Investmentgesellschaft zu übernehmen (es handelt sich hierbei um eine „Muss-Vorschrift“). Darüber hinaus kann („Kann-Vorschrift“) sie zudem administrative Tätigkeiten, wie Fondsbuchhaltung, Rechnungslegung, Vertrieb oder Tätigkeiten im Zusammenhang mit den Vermögenswerten der Investmentgesellschaft, übernehmen. Somit wird der Begriff der kollektiven Vermögensverwaltung sowohl in Deutschland als auch in Luxemburg identisch definiert.

Eine spezifische Regelung, wie die VG bzw. der AIFM dabei nach außen in Erscheinung zu treten haben, ob in eigenem oder fremdem Namen, existiert demgegenüber nicht. Jedenfalls nicht im Rahmen der Investmentgesellschaften. Für Investmentfonds regelt dies Art. 13 Abs. 2 SIF-Gesetz, wonach die VG „…im eigenen Namen aber auf Rechnung des Investmentfonds tätig“ wird. Hieraus kann der Schluss gezogen werden, dass der Gesetzgeber keine einheitliche Regelung in Bezug auf Investmentfonds und Investmentgesellschaften gewollt hat. Insofern ist die VG bzw. der AIFM befugt, sowohl im eigenen Namen als auch im fremden Namen für die Investmentgesellschaft zu handeln.

Einen konkreten Leitfaden, wann die eine und wann die andere Variante anzuwenden ist, hat die CSSF bis dato nicht erläutert. Im Ergebnis wird sich in Luxemburg an der bisherigen Praxis erst einmal nichts ändern. Demnach spielt die Kostentragungspflicht eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung, wie die VG bzw. der AIFM nach außen in Erscheinung tritt, ob in eigenem oder in fremdem Namen. Die VG bzw. der AIFM wird im Namen der Investmentgesellschaft handeln, sofern damit Kosten generiert werden, die er nicht durch seine Verwaltungsgebühr decken kann, sondern vielmehr unter einem gesonderten Kostenpunkt verbuchen muss. In den Fällen, in denen die VG bzw. der AIFM in eigenem Namen handelt muss sie bzw. er eigenständig sicherstellen, dass die Kosten von der Verwaltungsgebühr gedeckt sind oder den Zusatz „für Rechnung der Investmentgesellschaft“ beinhalten. In diesen Fällen müssen die Kosten jedoch durch das Emissionsdokument und die Satzung gedeckt sein. Zudem sollte die Investmentgesellschaft im Vorfeld diesbezüglich informiert und ihr Einverständnis eingeholt werden. In diesen Fällen erübrigt sich die Vorleistungspflicht der VG bzw. des AIFM und damit gleichermaßen auch ein Aufwendungsersatzanspruch, da die Kosten direkt aus den Fondsvermögen gezahlt werden können.

Rückauslagerung

Die CSSF hat sich zu dem Thema der Rückauslagerung der kollektiven Vermögensverwaltung oder Teilen davon bis dato noch nicht geäußert. Insofern ist davon auszugehen, dass eine solche Rückauslagerung in Luxemburg möglich ist. Allerdings ist die Ansicht der BaFin, dass eine solche Rückauslagerung ausgeschlossen sein soll, was nachvollziehbar ist. Im Hinblick auf haftungsrechtliche Gesichtspunkte für die Investmentgesellschaft und damit etwaige nachteilige Folgen für die Anleger, sollte auch in Luxemburg überdacht werden, ob eine Rückauslagerung auf die Investmentgesellschaft nicht vermeidbar ist.

27. Februar 2017

Dr. Philipp Wösthoff

Dr. Philipp Wösthoff ist Leiter Real Assets Deutschland bei Hauck & Aufhäuser. Neben Vertrieb und Kundenmanagement der AIF-Verwahrstelle begleitet er die KVGen von der Aufnahme der Geschäftsbeziehung über das Onboarding bis hin zu den Transaktionen in den Fonds. Dr. Philipp Wösthoff ist Rechtsanwalt und war zuvor als Rechtsanwalt in Frankfurt und Bonn tätig.

Christiane Pankewitsch

Christiane Pankewitsch ist Volljuristin und tätig in der Rechtsabteilung bei Hauck & Aufhäuser in Luxemburg. Ihr Schwerpunkt liegt im Banken- und Investmentrecht. Sie betreut und begleitet sowohl die Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA hinsichtlich bankenrechtlicher Themen als auch die Hauck & Aufhäuser Investment Gesellschaft S.A. und die Hauck & Aufhäuser Alternative Investment Services S.A. bei investmentrechtlichen Fragestellungen. Frau Pankewitsch war vor ihrer Tätigkeit bei Hauck & Aufhäuser bereits mehrere Jahre bei einer größeren Kapitalanlagegesellschaft in Luxemburg beschäftigt.

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