Value Builder – auf der Suche nach Trends und Innovationen

Dirk Stöwer, Geschäftsführer der Kontor Stöwer Asset Management GmbH und Experte für Value Investing ist immer auf der Suche nach aktuellen Trends sowie innovativen und wachsenden Unternehmen. Er ist der Meinung, dass „Deep-Value-Investoren“ sich zu sehr an der Vergangenheit orientieren. Er recherchiert oft im europäischen Ausland nach Trends für seine Investments und verrät uns heute, wie er dabei vorgeht.

FondsTrends: Wohin führte Sie Ihre letzte Reise und welche Trends haben Sie mitgebracht?

Dirk Stöwer: Meine letzte Reise habe ich nach Kopenhagen gemacht, das war im Dezember. Man findet natürlich nicht auf jeder Konferenz gleich einen Supertrend. Es ist auch wichtig, die Unternehmen von Jahr zu Jahr zu beobachten, sich das Wachstum zu betrachten und die internen Trends der Unternehmen zu verstehen. Was im Dezember herausstach, war der Technologiebereich. Chips und Prozessoren werden immer stärker und bringen immer größere Leistungen. Deshalb müssen sie gekühlt werden und hier stoßen die bisherigen Systeme an ihre Grenzen.   Ein Unternehmen aus Norwegen hat in Sachen Liquid Cooling große Fortschritte gemacht, sollte diesen Bereich weiterentwickeln und hat beste Chancen zum Marktführer aufsteigen.

FondsTrends: Wie spüren Sie denn die Trends im Konsumgüterbereich auf? Wie finden Sie heraus, was gerade angesagt ist und was sich zu einem Trend entwickeln könnte?

Dirk Stöwer: Ich habe mir angewöhnt bei meinen Reisen immer einen Blick in die Haupteinkaufsstraßen zu werfen. Was tragen die Menschen? Welche Geschäfte sind neu? Im Moment zum Beispiel ist die Marke Canada Goose ein absoluter Renner. Insgesamt bemerken wir, dass sich die Preisobergrenze der Statussymbole junger Leute immer weiter nach oben verschiebt.


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FondsTrends: Haben Sie schon konkrete Pläne, wohin es in diesem Jahr zur Trendsuche geht?

Dirk Stöwer: Im März werde ich nach Stockholm fliegen und die Trends E-Gaming und Fantasy Sport unter die Lupe nehmen. Da engagieren sich mittlerweile sogar RB Leipzig oder der FC Schalke 04 und Spieler erhalten immense Preisgelder. Von diesen Trends profitieren dann Unternehmen wie Konsolenhersteller, Controllerhersteller und Spieleanbieter. Das ist inzwischen auch ein Untersektor im Einzelhandel.

FondsTrends: Value Builder sind häufig in Nischen zu finden – warum ist das so?

Dirk Stöwer: Starke Unternehmen sind oft Know-how-Führer, besonders innovativ oder Kostenführer. Das macht den Erfolg aus und sie können auf ihrem Gebiet zum Platzhirsch avancieren.

FondsTrends: Gibt es unter den Value Buildern auch Klassiker? Unternehmen oder Bereiche, bei denen Sie immer fündig werden?

Dirk Stöwer: Im Einzelhandel und vor allem in der Luxusgüterindustrie findet man eigentlich immer Value Builder. Ganz oft sind es auch mittelständische Maschinenbauer, die sehr erfolgreich sind, weil sie besonders wendig agieren können. Und ein gutes Beispiel für einen Nischenanbieter stellt die Firma Rational dar:  diese stellt Kombidämpfer für den Gastronomiebereich her und ist hier Marktführer weltweit.

26. Februar 2018

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Value Builder

Für seinen Fonds Nestor Europa ist Dirk Stöwer immer auf der Suche nach besonders erfolgreichen Unternehmen. Mit dieser Strategie belegt der Nestor Europa im jüngsten Crashtest von 431 Europa-Aktienfonds Platz 1. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Dirk Stöwer

Dirk Stöwer ist seit Juni 2005 Fondsmanager des NESTOR Europa Fonds. Der Sparkassenbetriebswirt ist seit mehr als 25 Jahren im Wertpapiergeschäft und in der Vermögensverwaltung tätig. Er begann seine Karriere im Bankgeschäft 1985. Ab 1991 betreute er im Börsencentrum der Stadtsparkasse Cuxhaven vermögende Privatkunden und managte später das Eigendepot der Sparkasse (Depot-A). Bei MM Warburg in Luxemburg wurde er später Prokurist im Bereich Privatkundengeschäft. 2007 trat Stöwer in die Kohlhase & Stöwer Asset Management GmbH in München ein, die seit Juni 2014 unter der Bezeichnung KONTOR STÖWER Asset Management GmbH mit Sitz in Trier firmiert.

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