Umfrage: Hürden für ausländische Fondshäuser auf dem deutschen Markt

Deutschland bleibt als Markt für ausländische Investmentgesellschaften attraktiv: Immer mehr Fondshäuser zieht es nach Frankfurt, München oder in die Rhein-Ruhr-Region. Betrug die Zahl der nicht-deutschen Kapitalanlagegesellschaften in Deutschland Ende 2002 noch 28[1], so sind nach Angaben der Finanzaufsicht BaFin und des Branchenverbandes BVI mittlerweile über 700 ausländische Asset Manager zwischen Flensburg und Passau aktiv.[2]

Doch der Weg nach „good old Germany“ ist nicht einfach und die Schwierigkeiten, bevor man in Deutschland Geschäfte machen kann, sind vielfältig (wie wahrscheinlich jeder in der Fondsindustrie bestätigen wird, der schon einmal für eine US-amerikanische, französische oder britische Gesellschaft gearbeitet hat). Sie reichen vom komplexen deutschen Steuerwesen über spezielle Kenntnisse des Vertriebs bis zur Gewöhnung an den (aus so mancher nicht-deutschen Sicht) sehr direkten Umgang miteinander. Und neue Herausforderungen sowie Trends in Deutschland wie ESG/SRI und die Digitalisierung der Branche machen das Leben auch nicht einfacher …

Welche rechtlichen, administrativen und persönlichen Hürden müssen Mitarbeiter ausländischer Fondsgesellschaften in Deutschland überwinden?

Hagen Gerle, Director Gerle Financial Communications

Um genauer herauszufinden, welche Hürden ausländische Investmentmanager nehmen mussten und immer noch nehmen müssen, um auf dem deutschen Markt erfolgreich zu sein, hat Gerle Financial Communications (GFC), eine spezialisierte Kommunikationsberatung für Finanzdienstleister, eine kurze Umfrage initiiert. Darin geht es sowohl darum, Rechtliches und Administratives zu berücksichtigen (z.B. die Frage nach Niederlassung oder Betriebsstätte), als auch um den Vertrieb in Deutschland sowie persönliche Herausforderungen, etwa die Arbeitssuche des Partners.

Der Weg für ausländische Asset Manager, die auf dem deutschen Fondsmarkt Fuß fassen wollen, ist oft beschwerlich und mit einigen Mühen verbunden.

Der Fragebogen besteht lediglich aus zwölf Fragen und einer kritischen Nachbetrachtung zum eigenen Markteintritt; die Beantwortung sollte daher nicht länger als zehn bis 15 Minuten dauern. Die anonymisierten Ergebnisse können von den Teilnehmern zum Ende der Befragung – die Umfrage ist vom 21. Januar bis 29. Februar 2020 offen – bei GFC angefordert werden, um eine Benchmark im Zugang auf dem deutschen Fondsmarkt zu geben.

Die Asset-Manager-Umfrage (in engl. Sprache) für ausländische Fondsgesellschaften in Deutschland startet hier.

 

21. Januar 2020


[1] Quelle: Handelsblatt, 22/10/2003: „Ausländische Fondshäuser wollen den deutschen Markt erobern“
[2] Quelle: Fonds professionell, 3/2019: „Neu angekommen“

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Autor

Hagen Gerle

Hagen Gerle ist Spezialist für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen aus der Finanzbranche. Der gelernte Tageszeitungsredakteur und ehemalige Kommunikationsmanager von Fidelity Investments berät seit 1994 vorrangig ausländische Fondsgesellschaften. 2002 gründete er sein eigenes Beratungsunternehmen in Frankfurt/Main: Gerle Financial Communications bietet Kunden strategische Beratung, Medienarbeit, Investment writing und Erstellung von Unternehmenspublikationen. 2011 siedelte Hagen Gerle mit Familie und Geschäft in den Südwesten Englands um, von wo er Finanzunternehmen in verschiedenen Ländern betreut.

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