Unterstützung der Energiewende durch Wasserkraft-Investments

Die Bundesregierung und die Europäische Union versuchen, im Rahmen des von Ursula von der Leyen vorgelegten „Green Deals“ die Energiewende voranzutreiben. So sollen die EU-Treibhausgasemissionen auf nunmehr 50% gegenüber 1990 reduziert werden. Ferner sollen kurzfristig Gesetzesinitiativen hinsichtlich einer höheren Bepreisung fossiler Energieträger und verschärfter CO2-Grenzwerte vorgelegt werden.

Bedeutung und Vorteile von Wasserkraft

Wasserkraft ist eine bewährte und ausgereifte Technologie, die schon in vorindustrieller Zeit zum Antrieb von z.B. Mühlen- und Sägewerken genutzt wurde. Die ersten Wasserkraftwerke wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts gebaut und betrieben.

Wasserkraft hat viele Vorteile; so ist die Technologie extrem langlebig und unterliegt langen Amortisationszeiten. Die relativ hohen Investitionskosten werden durch die lange Betriebsdauer und die niedrigen Betriebskosten kompensiert. Die langen Modernisierungsintervalle und geringen Nachinvestitionen führen zu relativ niedrigen Lebenszykluskosten und zu sehr hohen Restwerten bei Wasserkraftwerken.

Darüber hinaus unterstützen Investitionen in Wasserkraft direkt einige SDGs (Sustainable Development Goals) der UN, wie z.B. Ziel 7, „Affordable and Clean Energy“, oder Ziel 9, „Industry, Innovation and Infrastructure“. Ferner trägt Wasserkraft direkt zu Ziel 11 „Sustainable Cities and Communities“ bei, da Kommunen direkt mit erneuerbarem Strom versorgt werden können. In der Konsequenz unterstützt Wasserkraft auch Ziel 13, „Climate Action“, da es eine direkte Auswirkung auf die Reduzierung des CO2-Ausstoßes gibt.

Kleine und mittelgroße Wasserkraftanlagen schaden dem Ökosystem nicht, da sie sich gut in die landschaftlichen Gegebenheiten integrieren lassen und meist an wirtschaftlich und ökologisch günstigen Standorten gebaut werden.

Wasserkraft unterliegt im Vergleich zu Solar- oder Windenergie zudem weniger Schwankungen und ist daher auch als einzige erneuerbare Stromquelle grundlastfähig.

Hohe Energie-Effizienz

Die Energie-Effizienz von Wasserkraft ist sehr hoch und beträgt im Durchschnitt ca. 90%. Wasserkraft ist im Vergleich zu anderen Energieträgern die mit Abstand effizienteste Technologie. Ein Wasserkraftwerk erzielt pro Megawatt installierter Leitung im Schnitt rund 5 Gigawattstunden Strom pro Jahr und somit ca. das Fünffache einer vergleichbaren Photovoltaikanlage.

Quelle: EURELECTRIC (2011), Hydropower in Europe: Powering Renewables

Wasserkraft in Zentraleuropa

In zentraleuropäischen Ländern, wie z.B. Polen, besteht ein großer Nachholbedarf in Bezug auf umweltfreundliche Energiegewinnung. Der Anteil erneuerbarer Energien am polnischen Strom-Mix beträgt lediglich knapp 13%; aufgrund der verbreiteten Nutzung von Stein- und Braunkohle ist der CO2-Emissionsfaktor in Polen sehr hoch. Um die Klimaziele der EU zu erreichen, könnte Wasserkraft daher ein entscheidender Faktor auf dem Weg zu emissionsarmer Energieerzeugung sein.

Betriebsführung und Wartung

Da die einzigen laufenden Kosten bei Wasserkraftwerken bei der Betriebsführung und Wartung entstehen, kommt diesem Bereich eine besondere Bedeutung zu. Eine Optimierung dieser beiden Punkte kann durch eine moderne Wartungssoftware erreicht werden. Dies führt z.B. zu reduzierten Ausfall- und Wartungszeiten. Ferner muss sichergestellt werden, dass immer ein kompetentes Wartungs- bzw. Technik-Personal vor Ort verfügbar ist, um eine optimale Betriebsführung gewährleisten zu können.

Quelle: Enpure

Fazit

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Wasserkraft-Investitionen nicht nur eine nachhaltige und gut kalkulierbare Investitionsart, sondern auch eine stabile Ertragsquelle unabhängig konjunktureller Schwankungen darstellen. Die Risiken sind stark begrenzt, wenn man Partner auswählt, die Erfahrung im Wasserkraftmarkt, in der technischen und rechtlichen Due-Diligence sowie in der Betriebsführung haben. Das Team von RENAIO setzt genau diese Kriterien erfolgreich in einem Infrastrukturfonds um und darf aktuell vier Wasserkraftanlagen zu seinem Portfolio zählen. Sie wollen mehr darüber erfahren? Dann freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

 

17. September 2020

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Autor

Dieter Merz

Dieter Merz, Geschäftsführer der Renaio Capital GmbH, war über 20 Jahre leitend für Multi-Asset Portfolien und als CIO für die Anlagestrategie in einigen renommierten deutschen Privatbanken tätig. Darüber hinaus betreute er UHNWIS, Family Offices und Institutionelle Kunden. Seit 2015 liegt sein Schwerpunkt auf Alternativen Investments und seit 2008 auf der Implementierung nachhaltiger Investmentlösungen.

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